
Nachdem die im Fromborker Dom gefundenen sterblichen Überreste eindeutig dem früheren Domherren und Astronomen
Nikolaus Kopernikus zugeordnet werden konnten, bereitet man jetzt die erneute Beisetzung vor. Diese soll am 22. Mai 2010 in Frombork stattfinden. Bis dahin wurde der Sarg von Kopernikus der Öffentlichkeit gezeigt. Zuerst in seiner Geburtsstadt Thorn (heute Toruń) und im Dom von Olsztyn, der Konkathedrale Hl. Johannes. Gegenwärtig haben Gäste der Stadt Olsztyn die Gelegenheit, den Sarg von Kopernikus in seiner früheren Wirkungsstätte anzusehen. In der Allensteiner Burg des Ermländischen Domkapitels war Nikolaus Kopernikus als Domherr einer der Verwalter der Burg. Hier machte er zudem seine größte astronomische Entdeckung: die Erkennung der Zusammenhänge der
Tag-und-Nacht-Gleiche, welche er in seinem Hauptwerk
De Revolutionibus Orbium Coelestium beschrieb. Beweise seiner Forschungstätigkeit in der Allensteiner Burg findet man noch heute. Dort gibt es eine astronomische Wandtafel, wo Kopernikus den Verlauf der Sonne in Parabeln aufgezeichnet hat.